Konradshöhe

Der Name „Konradshöhe“ leitet sich von seiner einstigen Bezeichnung „Conradshöhe“ ab.

Conrad war der Sohn des Kupferschmiedemeisters Rohmann.

Diesem wurde 1868 gestattet, sein Gehöft, welches aus heutiger Sicht dem Areal zwischen Falkenhorst-, Nußhäherstraße, Schwarzspechtweg und der Havel zuzuordnen ist, nach seinem hier geborenen Sohn Conrad zu benennen.

Konradshöhe liegt mit seinen Ortslagen Jörsfelde und Tegelort im nordwestlichen Teil des Berliner Regierungsbezirkes Reinickendorf.

Konradshöhe ist auf den Koordinaten 13,2333333 östlicher Längengrad und 52,5833 nördlicher Breitengrad zu finden und liegt 31 Meter über „Normal Null“, also über dem Meeresspiegel. Das entspricht einer Höhe von 104 feet.

Wie bereits beschrieben, leitet sich der Name Konradshöhe vom Vornamen des Sohnes „Conrad“ des Kupferschmiedemeisters August Friedrich Theodor Rohmann ab.

Rohmann erwirbt im Jahre 1865 ein Grundstück an der Havel, um dort eine Kupferschmiede zu errichten. Der damalige Kaufpreis für das 20 Morgen umfassende Grundstück beträgt 1000 Thaler. Das erworbene Grundstück deckt in etwa die Fläche des heutigen Areals Falkenhorststraße, Nußhäherstraße, Schwarzspechtweg und Havel ab.

Noch im November des gleichen Jahres beantragt Rohmann bei den damaligen Baubehörden eine Genehmigung zur Errichtung seiner Kupferschmiede.

Obwohl im diese aus sicherheitstechnischen Gründen versagt wird, beginnt er noch 1865 mit dem Bau, staatliche Sanktionen und eine Baustopp-Verfügung können ihn nicht von seiner Vision abbringen.

Drei Jahre später erhält Rohmann die Genehmigung, jedoch ist das Bauwerk längst vollendet.

1868 erhält Rohmann vom „Königlichen Regierungspräsidenten zu Potsdam“ die Genehmigung, sein Grundstück nach seinem dort geborenen Sohn „Conrad“ zu nennen.

In dieser Zeit erweitert Rohmann sein Grundstück um weitere über 20 Morgen Land.

1874 errichtet er neben seiner Kupferschmiede ein Kesselhaus. Dieses verfügt über einen ca. 20 m hohen Schornstein, Rohmanns „Dampfwerk für eiserne Verschraubungen und Apparatringe“ ist entstanden, seine Vision zunächst vollendet.

Siebzehn Jahre später, also 1891, gestaltet Rohmann einen Teil seines Grundstücks in einen Restaurationsbetrieb um, da er aus der Fabrik nicht genügend Erträge ziehen kann.

Die von Rohmann geschaffenen Restaurationssäle werden unter dem Namen „Konradshöher Terrassen“ eröffnet.

1902 nimmt sich Rohmann aufgrund einer schweren Erkrankung das Leben.

Vier Jahre später werden die „Konradshöher Terrassen“ und übrigen Besitztümer Rohmanns  von seiner Witwe verkauft, sein Sohn Conrad ist zu diesem Zeitpunkt ebenfalls bereits verstorben.

1918 wird das Grundstück erneut veräußert, 1937 durch die Eigentümer umgebaut und als Ausflugs- und Variete-Lokal mit dem Namen „Feen-Grotte“ neu eröffnet.

Verkauf und Abriss im Jahr 1979 besiegeln das Schicksal des ältesten Gebäudes in Konradshöhe. Es wird abgerissen, um auf dem Gelände Eigentumswohnungen und Doppelhaushälften entstehen zu lassen.

Die Anbindung an das damalige Straßenbahnnetz wird im Jahr 1913 realisiert.

Die Straßenbahnlinie wird 1925 zweigleisig ausgebaut, am 31.5.1958 wird der Straßenbahnbetrieb jedoch eingestellt und durch die Buslinie 20 ersetzt.

Die Umbenennung der Konradshöher Straßen in die für Konradshöhe typischen Vogelnamen erfolgte im Jahr 1921.

In den Jahren 1924 und 1925 wird Konradshöhe an das städtische Elektrizitäts- und Wassernetz angeschlossen.

Konradshöhe, insbesondere der Falkenplatz, eignet sich aufgrund seiner guten ÖPNV-Anbindung (Bus 222) als Treff- bzw. Ausgangspunkt für Wanderungen oder Waldspaziergänge durch den 5 Minuten Fußweg entfernten Tegeler Forst.

Die Oberhavel mit seiner sehr gut ausgebauten Uferpromenade ist von dort ebenfalls in 5 Minuten per Fuß erreichbar.